NRZ / 10.3.2007

Sing doch einfach mit! / von Katja Grawinkel
PILOTPROJEKT: Rund 1200 Mädchen und Jungen aus fünf Grundschulen legen eine „Pause mit Musik“ ein.

Als Karolina Rüegg die Klasse 4b der Brehm Schule betritt, spitzen 21 Mädchen und Jungen die Ohren. Sie wissen: Jetzt geht es nicht ums Rechnen oder Schreiben. Die Chorerzieherin begrüßt die Klasse mit einer Melodie auf den Lippen. Damit beginnen 20 Minuten voller Tonleitern und Lieder. Vom gesungenen „Hallo“ in mehreren Sprachen geht es weiter zum Mitmach-Lied „Hans' Nasenfahrrad“ und schließlich wollen alle aus voller Kehle „tanzen, springen, fröhlich singen, musizieren und studieren“.

Die eigene Stimme entdecken
„SingPause“ heißt das Pilotprojekt, das gestern Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und Initiator Manfred Hill, Vorsitzender des Städtischen Musikvereins, vorstellten. An fünf Grundschulen wird seit Oktober 2006 eine „SingPause“ eingelegt. Jede Schule hat ihren eigenen Chorerzieher, der mit Schülern aller Klassen zweimal wöchentlich musiziert. „Die Kinder entwickeln selbst den Zugang zu den Tönen und entdecken die Möglichkeiten ihrer eigenen Stimme“, berichtet Chorerzieher Bernhard Hüsgen von seinen Erfahrungen an der Grundschule Unter den Eichen. Außerdem an dem Projekt beteiligt sind die Grundschulen Beckbusch-, Fleher- und Rolandstraße.

Alle 1200 beteiligen Kinder geben am 27. März ein gemeinsames Konzert in der Tonhalle. „Singen stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl“, so Marieddy Rossetto, künstlerische Leiterin des Musikvereins und Koordinatorin des Projekts. Ziel sei es, so viele Grundschulen wie möglich zu erreichen. „Am liebsten wäre uns, wenn sich alle beteiligen könnten“, sagt Manfred Hill. Der Kulturausschuss macht sich dafür stark, das Projekt in weitere Schulen zu bringen.

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