Rheinische Post / 28.3.2007
1000 Kinder machten SingPause
(hana) Kann man ein Bild singen? Auf welch beeindruckende Weise dies möglich ist, zeigten gestern mehr als 1000 Grundschüler in der Tonhalle. Pfeifend, summend und auf ihren Sitzen trommelnd stellten die Schüler von fünf Düsseldorfer Grundschulen ein Bild des aus der griechischen Mythologie stammenden Flusses „Styx“ dar. Das Schülerkonzert bildete den Abschluss des Pilotprojektes SingPause. Der Kulturausschuss der Stadt hatte die Initiative im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, uni gemeinsames Singen schon in jungen Jahren zu fördern.
Fünf Chorerzieher besuchten ein halbes Jahr lang zweimal die Woche für jeweils 20 Minuten die Klassen der Grundschule Fleherstraße, der GGS Rolandstraße, der GGS Beckbuschstraße, der EGS Brehmschule und der KGS Unter den Eichen.
„Das Singen an Grundschulen hat leider immer mehr nachgelassen. Uns ging es nicht darum, den Kindern professionellen Gesangsunterricht zu geben, sondern ihnen das Selbstbewusstsein zu geben, mit ihrer kindlichen Stimme zu singen“, sagte die Sopranistin Lena Sokoll, die an der KGS Fleherstraße unterrichtete.
Alles drehte sich im gestrigen Konzert um das nasse Element. Die Kinder sangen die Volkslieder „Es klappert die Mühle" und „Es führt über den Rhein" unter der Anleitung von Frank Schulz vom Theater Kontra-Punkt. Sogar die anwesenden Eltern und Verwandten saßen am Ende nicht mehr still auf ihren Stühlen, sondern sangen mit. Viel Spaß hatten die Grundschüler, als ihre Chorerzieher verschiedene Versionen von Schuberts „Die launische Forelle“ vortrugen.
Interesse an Kultur geweckt
„Es ist schön zu sehen, dass unser Projekt ein Erfolg war. Viele Eltern erzählten mir, wie aufgeregt ihre Kinder schon seit Wochen bei dem Gedanken waren, dass sie selbst in der Tonhalle auftreten“, so Kulturamtsleiterin Marianne Schirge. Auch das weitere Ziel der SingPause, das kulturelle Interesse der Kinder zu wecken und ihnen die kulturellen Einrichtungen näher zu bringen, sei damit erfüllt.